GEO-Checkliste: So prüfen Sie, ob ChatGPT Ihr Unternehmen empfiehlt

Immer mehr Menschen lassen sich Anbieter von einer KI empfehlen. Mit einer einfachen Testroutine und einer Checkliste finden Sie heraus, ob Ihr Unternehmen dabei überhaupt vorkommt.

🕐 8 Minuten Lesezeit 📅 👤 Ioan Drozd

GEO-Checkliste zur Prüfung der Sichtbarkeit eines Unternehmens in ChatGPT und Google AI Overviews

Immer mehr Menschen lassen sich Anbieter von einer KI empfehlen. Mit einer einfachen Testroutine und einer Checkliste finden Sie heraus, ob Ihr Unternehmen dabei überhaupt vorkommt.

🔑 Das Wichtigste in Kürze
  • Die eigene KI-Sichtbarkeit lässt sich kostenlos testen, indem Sie typische Kundenfragen in mehreren KI-Systemen stellen.
  • Entscheidend sind klare Antworten, eindeutige Unternehmensdaten und nachvollziehbare Quellen auf Ihrer Website.
  • GEO ergänzt klassisches SEO, es ersetzt es nicht.

Warum Sie Ihre KI-Sichtbarkeit testen sollten

Wer früher einen Anbieter suchte, tippte einen Begriff in Google. Heute stellen viele dieselbe Frage direkt an ChatGPT, Gemini oder Perplexity und erhalten eine fertige Empfehlung. Ob Ihr Unternehmen dort genannt wird, entscheidet sich nicht über Anzeigen, sondern über die Qualität und Eindeutigkeit Ihrer Inhalte. Die Grundlagen erklärt der Artikel zu GEO und LLM-Optimierung.

Der 30-Minuten-Test in drei Schritten

Schritt 1: Fragen sammeln. Notieren Sie fünf bis zehn Fragen, die ein typischer Kunde stellen würde, zum Beispiel „Welche Agentur in St. Pölten macht SEO?“ oder „Wer baut Websites für Handwerker in Niederösterreich?“.

Schritt 2: In mehreren Systemen testen. Stellen Sie jede Frage in ChatGPT, Gemini und Perplexity sowie in der normalen Google-Suche, um die KI-Zusammenfassung zu sehen. Die Systeme greifen auf unterschiedliche Quellen zu und liefern deshalb verschiedene Ergebnisse. Hintergrund: Google AI Overviews.

Schritt 3: Ergebnisse festhalten. Notieren Sie, ob Ihr Unternehmen genannt wird, wer stattdessen genannt wird und welche Quellen zitiert werden. Diese Tabelle ist Ihre Ausgangsbasis und lässt sich nach drei Monaten wiederholen.

Die GEO-Checkliste für Ihre Website

  • Steht auf der Startseite in einem Satz, wer Sie sind, was Sie anbieten und für welche Region?
  • Hat jede Leistung eine eigene Seite mit klarer Beschreibung?
  • Beantworten FAQ-Abschnitte typische Kundenfragen direkt? Siehe FAQ-Schema.
  • Sind Autor, Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdatum erkennbar? Das stärkt E-E-A-T.
  • Gibt es strukturierte Daten zu Unternehmen und Artikeln? Mehr dazu im Artikel Schema-Markup für Unternehmen.
  • Gibt es eine llms.txt-Datei, die Ihre Inhalte für KI-Systeme zusammenfasst?
  • Stimmen Name, Adresse und Telefonnummer überall überein?
  • Werden Aussagen mit Quellen und konkreten Angaben belegt?

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Wie Sie die Ergebnisse auswerten

Wird Ihr Unternehmen nirgends genannt, ist das kein Grund zur Sorge, sondern der normale Ausgangszustand der meisten Betriebe. Prüfen Sie, welche Anbieter stattdessen auftauchen, und vergleichen Sie deren Websites mit Ihrer: Wie klar beschreiben sie ihre Leistungen? Welche Fragen beantworten sie direkt?

Beginnen Sie danach mit den Punkten der Checkliste, die bei Ihnen fehlen, und testen Sie nach einigen Wochen erneut. Die Wirkung ist nicht garantiert und nicht sofort messbar, denn KI-Systeme aktualisieren ihre Quellen nicht in Echtzeit.

Beispiele für Testfragen, die Sie stellen können

Gute Testfragen klingen wie echte Kundenfragen und nennen weder Ihren Firmennamen noch Fachbegriffe, die nur Sie kennen. Nutzen Sie Formulierungen wie „Welche Webagentur in St. Pölten ist für kleine Unternehmen empfehlenswert?“, „Wie finde ich einen guten SEO-Berater in Niederösterreich?“ oder „Was kostet eine Website für ein Handwerksunternehmen?“.

Stellen Sie jede Frage mehrfach in leicht abgewandelter Form, denn die Antworten können je nach Formulierung deutlich abweichen. Notieren Sie nicht nur, ob Sie genannt werden, sondern auch in welchem Zusammenhang und mit welcher Beschreibung. Falsche oder veraltete Angaben über Ihr Unternehmen sind ein wichtiger Hinweis, dass Ihre eigenen Inhalte nicht eindeutig genug sind.

Wie Inhalte aussehen, die KI-Systeme gerne zitieren

Zitierfähige Inhalte beantworten eine Frage in den ersten Sätzen direkt und liefern danach die Begründung. Ein Absatz, der mit „SEO kostet in Österreich je nach Umfang zwischen ...“ beginnt und anschließend die Einflussfaktoren erklärt, ist für ein Sprachmodell leichter verwertbar als ein Text, der erst nach langer Einleitung zur Sache kommt. Das Glossar erklärt dieses Prinzip unter Zitierfähigkeit.

Wichtig sind außerdem eindeutige Aussagen. Formulierungen wie „wir sind einer der führenden Anbieter“ lassen sich weder überprüfen noch zitieren. Konkrete Angaben dagegen, etwa zu Leistungen, Region, Ablauf und Preisrahmen, geben einem System etwas, das es wiedergeben kann. Ergänzen Sie Aussagen wo möglich um Belege und nennen Sie den Autor, so wie es das Prinzip E-E-A-T beschreibt.

Realistische Erwartungen: Was Sie zeitlich erwarten dürfen

GEO ist ein junges Feld, und es gibt keine Garantie, dass bestimmte Maßnahmen zu bestimmten Nennungen führen. KI-Systeme greifen teils auf einen Datenbestand zu, der nur in Abständen aktualisiert wird, andere durchsuchen live das Web. Entsprechend unterschiedlich schnell zeigen sich Veränderungen.

Planen Sie daher in Quartalen, nicht in Tagen. Setzen Sie die Checkliste um, warten Sie mehrere Wochen und wiederholen Sie dann denselben Test mit denselben Fragen. Ein anderes Ergebnis, etwa eine häufigere oder genauere Nennung, ist ein Hinweis, dass Ihre Maßnahmen wirken. Parallel profitiert Ihre klassische Sichtbarkeit, weil klare Struktur und gute Inhalte auch bei Google geschätzt werden.

Warum Antworten je nach System unterschiedlich ausfallen

Wenn Sie dieselbe Frage in verschiedenen KI-Systemen stellen, bekommen Sie oft verschiedene Antworten. Das liegt an unterschiedlichen Datengrundlagen, Aktualisierungszyklen und Gewichtungen. Manche Systeme durchsuchen bei jeder Anfrage das Web, andere stützen sich stärker auf Trainingswissen. Hintergründe dazu finden Sie im Glossar unter Large Language Model und Retrieval-Augmented Generation.

Für Ihre Praxis heißt das: Verlassen Sie sich nie auf ein einzelnes System. Testen Sie mindestens drei, und achten Sie darauf, welche Quellen jeweils genannt werden. Gerade bei Systemen, die Quellen verlinken, sehen Sie direkt, welche Seiten als Grundlage dienen. Diese Seiten sind Ihre eigentlichen Mitbewerber um Aufmerksamkeit, und von ihnen können Sie lernen, wie Inhalte aufgebaut sein sollten.

Wenn die KI falsche Angaben über Ihr Unternehmen macht

Es kommt vor, dass ein System falsche Dinge über ein Unternehmen behauptet, etwa veraltete Adressen, nicht angebotene Leistungen oder verwechselte Namen. Der Fachbegriff dafür lautet Halluzination. Oft entstehen solche Fehler, wenn im Web widersprüchliche oder dünne Informationen über ein Unternehmen vorliegen.

Sie können vorbeugen, indem Sie die Fakten über Ihr Unternehmen an einer Stelle eindeutig und aktuell bereitstellen und an anderer Stelle damit übereinstimmen lassen. Korrigieren Sie veraltete Einträge, pflegen Sie Ihr Google-Profil und fassen Sie die wichtigsten Angaben auf einer klar strukturierten Seite zusammen. Eine Garantie gegen Fehler gibt es nicht, aber eindeutige Quellen senken das Risiko deutlich.

Was die Testergebnisse für Ihre Strategie bedeuten

Werden Sie in den Antworten häufig und korrekt genannt, ist Ihre Grundlage gut. Dann lohnt es sich, den Vorsprung zu verteidigen, indem Sie Inhalte aktuell halten und weitere Fragen abdecken. Werden Sie nie genannt, aber Mitbewerber schon, lohnt ein Vergleich: Welche Fragen beantworten deren Seiten, die Ihre nicht beantworten? Welche Belege führen sie an?

Setzen Sie sich daraus konkrete Aufgaben, zum Beispiel drei neue Fachartikel, eine Überarbeitung der Leistungsseiten und strukturierte Daten. Planen Sie die erneute Messung gleich mit ein. So wird aus dem einmaligen Test ein Kreislauf aus Prüfen, Verbessern und Nachmessen. Wie die Grundlagen zusammenspielen, beschreibt der Artikel GEO und LLM-Optimierung.

Die llms.txt-Datei: Was sie ist und wie Sie sie anlegen

Die llms.txt ist eine einfache Textdatei im Hauptverzeichnis Ihrer Website. Sie fasst in lesbarer Form zusammen, wer Sie sind, was Sie anbieten und welche Seiten die wichtigsten sind. Sie ist ein Angebot an KI-Systeme, Ihren Auftritt schneller zu erfassen. Ob und wie sie von einzelnen Anbietern genutzt wird, ist unterschiedlich und nicht garantiert, der Aufwand ist aber gering.

Beginnen Sie mit einem kurzen Absatz zur Person oder zum Unternehmen, nennen Sie Kontaktdaten und Standort und listen Sie danach Ihre wichtigsten Seiten mit je einem erklärenden Satz auf. Halten Sie die Angaben aktuell und konsistent mit der Website. Ein Beispiel finden Sie auf dieser Website unter drozd.at/llms.txt. Betrachten Sie die Datei als Ergänzung, nicht als Ersatz für gute Seiten.

GEO als laufende Aufgabe verankern

Wie bei SEO gilt auch hier: Einmalige Maßnahmen verpuffen, Routinen wirken. Planen Sie feste Termine für Aktualisierung, Messung und neue Inhalte. Ein vierteljährlicher Rhythmus mit Test, Auswertung und zwei bis drei Verbesserungen reicht für die meisten Unternehmen aus.

Binden Sie die Aufgabe an eine konkrete Person und halten Sie Ergebnisse schriftlich fest. So entsteht Wissen, das nicht verloren geht, und Sie können später nachvollziehen, welche Maßnahmen Wirkung zeigten. Wer GEO als dauerhaften Bestandteil seiner Online-Arbeit betrachtet, baut Schritt für Schritt ein Fundament auf, das sich auch bei Veränderungen der Suchlandschaft bewährt.

Praxisbeispiel: Eine Agentur prüft ihre Sichtbarkeit

Eine kleine Webagentur testet zehn Fragen in drei KI-Systemen. Ergebnis: In zwei Systemen taucht sie bei keiner Frage auf, im dritten einmal mit veralteter Adresse. Mitbewerber werden genannt, deren Leistungsseiten klare Beschreibungen, Preisorientierung und FAQ-Bereiche enthalten. Die Agentur überarbeitet daraufhin ihre Leistungsseiten, ergänzt strukturierte Daten, korrigiert die Adresse in Verzeichnissen und veröffentlicht drei Fachartikel zu typischen Kundenfragen.

Nach zwölf Wochen wiederholt sie den Test. Die Adresse wird nun korrekt wiedergegeben, bei zwei Fragen wird die Agentur genannt. Das Beispiel ist erfunden und zeigt kein garantiertes Ergebnis, es illustriert aber das Vorgehen: messen, Lücken erkennen, gezielt verbessern, erneut messen. Genau dieser Kreislauf führt in der Praxis zu Fortschritten.

Was das für Unternehmen in St. Pölten bedeutet

Gerade regionale Fragen wie „Werbeagentur in St. Pölten“ sind in vielen Branchen noch wenig umkämpft. Wer hier klare, belegte Aussagen zu Leistungen und Standort bereitstellt, hat realistische Chancen, genannt zu werden. Ergänzend hilft ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, weil viele Systeme darauf zurückgreifen.

Fazit und nächste Schritte

Die Sichtbarkeit in KI-Antworten lässt sich nicht erzwingen, aber sie lässt sich prüfen und verbessern. Mit einer einfachen Testroutine, einer klaren Checkliste und regelmäßigen Wiederholungen bauen Sie ein Gefühl dafür auf, wie Ihr Unternehmen wahrgenommen wird und wo Lücken liegen. Das Ergebnis ist selten ein Sprung, sondern ein stetiger Fortschritt.

Starten Sie diese Woche mit fünf Testfragen in drei Systemen und halten Sie die Ergebnisse fest. Setzen Sie anschließend die ersten Punkte der Checkliste um und prüfen Sie nach einigen Wochen erneut. Auf Wunsch unterstützt Sie Ioan Drozd bei der Auswertung und bei der Umsetzung der Maßnahmen für KI-Suche und klassisches SEO.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich bezahlen, damit ChatGPT mein Unternehmen empfiehlt?
Klassische Empfehlungen in Antworten lassen sich nicht kaufen. Sichtbarkeit entsteht über die Qualität und Eindeutigkeit Ihrer Inhalte. Zu bezahlten Formaten informiert der Artikel zu ChatGPT Ads.
Wie oft sollte ich den Test wiederholen?
Alle drei Monate reicht für die meisten Unternehmen. So erkennen Sie Veränderungen, ohne auf Zufallsschwankungen zu reagieren.
Liefern KI-Systeme immer dieselbe Antwort?
Nein. Antworten können je nach Formulierung, Zeitpunkt und System variieren. Testen Sie deshalb mehrere Fragen und mehrere Systeme.
Brauche ich GEO, wenn ich bei Google gut ranke?
Gutes SEO ist eine starke Basis, aber nicht automatisch eine Garantie für Nennungen in KI-Antworten. GEO schließt diese Lücke gezielt.
Ioan Drozd berät Unternehmen in St. Pölten zu SEO, Google Ads und KI-Suche

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