Viele Unternehmen in St. Pölten haben bereits eine Website, oft mehrere Jahre alt, und stellen sich irgendwann die Frage, ob ein kompletter Relaunch sinnvoll ist. Anders als bei einer Erstwebsite steht dabei mehr auf dem Spiel: bestehende Google-Rankings, verlinkte Inhalte und eingespielte Kundenwege.
- Sinkende Anfragen trotz stabilem Traffic sind eines der klarsten Relaunch-Signale.
- Bei sorgfältiger Planung mit Weiterleitungen lassen sich bestehende Rankings erhalten.
- Ein Relaunch ist ein guter, aber kein zwingender Anlass, das bestehende CMS zu hinterfragen.
Signale, dass ein Relaunch ansteht
Ein rein optischer Eindruck ist selten ein ausreichender Grund für einen Relaunch. Aussagekräftiger sind harte Signale: sinkende Anfragen trotz gleichbleibendem oder steigendem Website-Traffic, eine spürbar schlechte Darstellung auf dem Smartphone, technische Probleme bei der Weiterentwicklung neuer Inhalte, oder ein Design, das im Vergleich zur Konkurrenz veraltet wirkt und dadurch Vertrauen kostet.
Relaunch ist keine Neuerstellung
Bei einer komplett neuen Website gibt es keine bestehenden Rankings, Backlinks oder eingespielten Nutzerpfade zu berücksichtigen. Bei einem Relaunch bestehender Websites ist das anders: Jede Änderung an URL-Struktur, Inhalten oder Navigation kann sich unmittelbar auf die bestehende Sichtbarkeit bei Google auswirken, im positiven wie im negativen Sinn.
Das größte Risiko: verlorene Rankings
Der häufigste, teuerste Fehler bei einem Relaunch ist der Verlust bestehender Google-Rankings durch fehlende oder fehlerhafte Weiterleitungen (301-Redirects). Wird eine alte URL beim Relaunch einfach entfernt, ohne auf die neue, inhaltlich passende Seite weiterzuleiten, verliert die Website den zuvor aufgebauten Ranking-Wert dieser Seite unwiederbringlich. Eine vollständige Liste aller bestehenden URLs mit klarer Zuordnung zur neuen Struktur ist deshalb eine der wichtigsten Vorbereitungen.
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Vor dem eigentlichen Projektstart sollte eine vollständige Bestandsaufnahme stehen: welche Seiten existieren, welche davon bringen tatsächlich Traffic und Anfragen, und welche Inhalte sind überholt und können entfallen. Erst auf dieser Grundlage lässt sich eine neue Struktur sinnvoll planen, die bestehende Stärken erhält und Schwachstellen gezielt behebt, statt blind alles neu zu bauen.
Beim Relaunch auch das CMS hinterfragen
Ein Relaunch ist ein guter Zeitpunkt, um zu prüfen, ob das bisher eingesetzte System noch zum tatsächlichen Bedarf passt, etwa wenn ein überdimensioniertes Enterprise-CMS für eine im Kern einfache Unternehmenswebsite eingesetzt wurde. Mehr dazu, wann sich das lohnt und wann nicht, beschreibt der Artikel zu TYPO3 als CMS-Lösung. Ein Systemwechsel sollte aber eine bewusste Entscheidung sein, kein automatischer Nebeneffekt des Relaunchs.
Kosten und Zeitrahmen
Die reinen Erstellungskosten unterscheiden sich kaum von einer neuen Website. Zusätzlich sollte aber Budget und Zeit für die saubere Migration bestehender Inhalte, Weiterleitungen und die Einrichtung der Web-Analyse eingeplant werden, damit nach dem Launch nachvollziehbar bleibt, wie sich der Relaunch tatsächlich auf Traffic und Anfragen auswirkt.
Checkliste für einen sicheren Relaunch
- Vollständige Liste aller bestehenden URLs vor Projektstart erstellen.
- Traffic- und Ranking-starke Seiten identifizieren und gezielt erhalten.
- 301-Weiterleitungen für jede entfallende oder umbenannte URL einplanen.
- Web-Analyse vor dem Launch einrichten, um Effekte später nachvollziehen zu können.
- Sitemap nach dem Launch erneut bei Google Search Console einreichen.
- CMS-Wahl bewusst hinterfragen, statt sie unreflektiert zu übernehmen.