Was ist Retargeting?

Die meisten Website-Besucher kaufen oder fragen nicht beim ersten Besuch an. Retargeting holt genau diese Personen gezielt zurück.

Retargeting bezeichnet Werbeanzeigen, die gezielt Personen erneut ansprechen, die eine Website bereits besucht, aber noch keine gewünschte Handlung wie eine Anfrage oder einen Kauf abgeschlossen haben. Technisch basiert Retargeting meist auf einem kleinen Code-Schnipsel (Pixel) auf der Website, der Besucher anonymisiert markiert und ihnen anschließend auf anderen Plattformen wie Google, Facebook oder Instagram passende Anzeigen anzeigt.

Warum Retargeting so wirksam ist

Die meisten Website-Besucher entscheiden sich nicht beim ersten Kontakt für eine Kontaktaufnahme oder einen Kauf, oft aus Zeitgründen, Unentschlossenheit oder weil sie noch vergleichen. Retargeting nutzt diesen Umstand, indem es genau diese bereits interessierten Personen erneut erreicht, statt wie bei klassischer Werbung komplett neue, unbekannte Zielgruppen anzusprechen. Da bereits ein gewisses Interesse besteht, liegt die Conversion Rate von Retargeting-Kampagnen häufig deutlich über der von Kampagnen für kalte Zielgruppen, oft bei niedrigerem Cost-per-Click.

Typische Anwendungsfälle

Häufig eingesetzt wird Retargeting, um Besucher zurückzuholen, die eine bestimmte Produktseite angesehen, aber nicht gekauft haben, um Nutzer erneut anzusprechen, die ein Kontaktformular begonnen, aber nicht abgeschickt haben, oder um bestehende Kunden auf ergänzende Angebote hinzuweisen. Wichtig ist dabei eine sinnvolle Frequenzbegrenzung, damit dieselbe Anzeige nicht zu häufig ausgespielt wird und als aufdringlich empfunden wird.

Rechtliche Grundlagen

Da Retargeting üblicherweise auf Cookies oder vergleichbaren Technologien beruht, ist nach DSGVO eine informierte Einwilligung der Nutzer erforderlich, in der Praxis meist über ein Cookie-Consent-Banner umgesetzt. Ohne diese Einwilligung dürfen entsprechende Tracking-Technologien nicht aktiv werden.

Praxisbeispiel: Retargeting für Karriereseiten-Besucher

Viele Besucher einer Karriereseite verliessen sie, ohne sich zu bewerben. Eine Retargeting-Kampagne erinnerte diese Besucher anschliessend gezielt an die offene Stelle, ein Teil kehrte zurück und bewarb sich.

Bei Recruiting-Kampagnen nutzt Ioan Drozd Retargeting bewusst, um Interessierte, die noch unentschlossen waren, ein zweites Mal gezielt anzusprechen, statt sie endgültig zu verlieren.

Verwandte Begriffe

Werbebudget gezielt einsetzen statt verpuffen lassen: Ioan Drozd baut Google-Ads- und Social-Ads-Kampagnen inklusive Retargeting, die Interessenten konsequent weiterverfolgen. Mehr dazu im Artikel zu Google Ads für Neukundengewinnung.

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Häufig gestellte Fragen zu Retargeting

Ist Retargeting dasselbe wie Remarketing?
Die Begriffe werden in der Praxis meist synonym verwendet. Retargeting ist eher der technische Fachbegriff, Remarketing häufig die Google-eigene Bezeichnung für dasselbe Prinzip.
Ist Retargeting datenschutzkonform?
Retargeting erfordert nach DSGVO eine informierte Einwilligung der Nutzer, üblicherweise über ein Cookie-Consent-Banner.