Keyword-Recherche für Unternehmen: So finden Sie die Suchbegriffe, die Kunden bringen

Gute SEO beginnt mit der Frage, wonach Ihre Kunden tatsächlich suchen. Wie Sie Suchbegriffe finden, bewerten und in konkrete Seiten übersetzen, auch ohne teure Werkzeuge.

🕐 8 Minuten Lesezeit 📅 👤 Ioan Drozd

Keyword-Recherche für Unternehmen zur Planung von Leistungsseiten und Fachartikeln

Gute SEO beginnt mit der Frage, wonach Ihre Kunden tatsächlich suchen. Wie Sie Suchbegriffe finden, bewerten und in konkrete Seiten übersetzen, auch ohne teure Werkzeuge.

🔑 Das Wichtigste in Kürze
  • Entscheidend ist nicht die Suchmenge allein, sondern ob hinter dem Begriff eine Kaufabsicht steht.
  • Konkrete Suchanfragen aus mehreren Wörtern bringen oft weniger Besucher, aber mehr Anfragen.
  • Jeder wichtige Suchbegriff braucht eine passende Seite, die genau diese Frage beantwortet.

Wozu Keyword-Recherche dient

Die Recherche beantwortet drei Fragen: Wonach suchen potenzielle Kunden, in welchen Worten, und mit welcher Absicht? Auf dieser Basis entscheiden Sie, welche Seiten Ihre Website braucht. Der Fachbegriff steht im Glossar unter Keyword-Recherche.

Schritt 1: Begriffe sammeln

Beginnen Sie bei Ihren Leistungen und fragen Sie: Wie würde ein Kunde danach suchen, der Ihr Fachwort nicht kennt? Ergänzen Sie Ideen aus Kundengesprächen, häufigen Fragen und den Vorschlägen von Google beim Tippen und unter „Ähnliche Fragen“. Auch die Google Search Console zeigt, für welche Begriffe Ihre Website bereits erscheint.

Schritt 2: Nach Suchabsicht sortieren

Nicht jeder Begriff führt zu einer Anfrage. Wer „Was ist SEO“ sucht, will lernen. Wer „SEO Agentur St. Pölten“ sucht, will beauftragen. Sortieren Sie Begriffe in Information, Vergleich und Kaufabsicht. Mehr zum Hintergrund bietet das Glossar unter Suchintention.

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Schritt 3: Konkrete Begriffe bevorzugen

Lange, genaue Suchanfragen haben weniger Suchvolumen, aber geringeren Wettbewerb und höhere Abschlussnähe. Beispiele sind „Website für Handwerker erstellen lassen“ statt „Website“. Siehe Long-Tail-Keyword.

Schritt 4: Begriffe Seiten zuordnen

Ordnen Sie jedem wichtigen Begriff genau eine Seite zu. Mehrere Seiten für denselben Begriff konkurrieren miteinander, was als Keyword-Kannibalisierung bekannt ist. Planen Sie Leistungsseiten für Begriffe mit Kaufabsicht und Fachartikel für Informationsfragen, wie sie im Content-Marketing entstehen.

Kostenlose und bezahlte Werkzeuge im Vergleich

Für den Einstieg reichen kostenlose Quellen: die automatischen Vorschläge von Google beim Tippen, der Bereich „Ähnliche Fragen“ in den Suchergebnissen, die Search Console mit Ihren tatsächlichen Suchbegriffen und die Keyword-Planer-Funktion in Google Ads, die ungefähre Suchvolumen anzeigt. Damit lässt sich ein solides Grundgerüst erstellen.

Bezahlte Werkzeuge liefern zusätzlich Schätzungen zu Wettbewerb, Verläufen und den Begriffen der Mitbewerber. Sie sparen Zeit und eignen sich, wenn Sie viele Themen bearbeiten. Beachten Sie aber: Auch die besten Werkzeuge liefern Schätzwerte, keine exakten Zahlen. Verlassen Sie sich nicht blind auf Suchvolumen, sondern prüfen Sie jeden wichtigen Begriff selbst in den Ergebnissen.

Den Wettbewerb in den Suchergebnissen lesen

Geben Sie einen wichtigen Begriff in Google ein und betrachten Sie die ersten Ergebnisse genau: Welche Art von Seiten erscheint? Sind es Leistungsseiten, Ratgeberartikel, Vergleichsportale oder Verzeichnisse? Das zeigt, welche Art von Inhalt Google für diese Suchabsicht bevorzugt. Wer eine Leistungsseite baut, wo Google Ratgeber ausspielt, hat schlechte Chancen.

Prüfen Sie außerdem, wie stark die Mitbewerber sind. Dominieren große Portale, lohnt sich oft der Ausweichen auf präzisere Begriffe oder einen regionalen Bezug. Erscheinen dagegen kleinere Websites mit mäßiger Qualität, bestehen gute Chancen mit einem besseren, ausführlicheren Inhalt. Diese Einschätzung ersetzt keine Zahlen, hilft aber bei der Entscheidung, wo sich Aufwand lohnt.

Regionale Suchbegriffe gezielt nutzen

Für lokale Unternehmen gehört der Ort fast immer zum Suchbegriff: „Steuerberater St. Pölten“, „Tischler Niederösterreich“. Auch ohne Ortsnamen erkennt Google bei vielen Suchen den Standort und zeigt lokale Ergebnisse. Ergänzen Sie deshalb Ihre Liste um Varianten mit Stadt, Bezirk und Region und prüfen Sie, welche davon tatsächlich gesucht werden.

Bedenken Sie, dass Menschen oft umgangssprachlich suchen und regionale Bezeichnungen verwenden, die in Fachtexten nicht vorkommen. Ein Blick in die Suchvorschläge und in Ihre eigene Kundenkorrespondenz hilft, solche Begriffe zu finden. Wie lokale Sichtbarkeit insgesamt aufgebaut wird, beschreibt der Artikel Local SEO in St. Pölten.

Aus Begriffen werden Inhalte: Ein Redaktionsplan

Sortieren Sie Ihre Begriffe nach Priorität: Wie hoch ist die Kaufabsicht, wie hoch der Wettbewerb, wie gut passt der Begriff zu Ihrem Angebot? Beginnen Sie mit den Begriffen, die hohe Kaufabsicht und realistische Chancen verbinden. Dafür bauen Sie zuerst die Leistungsseiten, danach folgen Ratgeberartikel, die Fragen vor der Kaufentscheidung beantworten.

Ein einfacher Redaktionsplan genügt: Begriff, geplante Seite, Verantwortlicher, Termin, Status. Planen Sie realistische Mengen, zum Beispiel einen guten Beitrag pro Monat, statt einmalig viele schlechte. Prüfen Sie nach einigen Monaten in der Search Console, welche Inhalte Sichtbarkeit aufbauen, und überarbeiten Sie diese gezielt weiter.

Ein durchgespieltes Beispiel: Tischlerei in Niederösterreich

Eine Tischlerei sammelt zuerst ihre Leistungen: Küchen, Einbauschränke, Treppen, Möbel nach Maß. Daraus entstehen Ausgangsbegriffe wie „Tischler“, „Küche nach Maß“, „Einbauschrank“. Ergänzt um die Region ergeben sich Varianten wie „Tischler St. Pölten“ oder „Küche nach Maß Niederösterreich“. Dazu kommen Fragen wie „Was kostet ein Einbauschrank nach Maß?“.

Die Tischlerei sortiert nach Absicht: „Tischler St. Pölten“ und „Küche nach Maß“ deuten auf Kaufabsicht, die Kostenfrage auf Vergleichsabsicht. Daraus entsteht ein Plan: je eine Leistungsseite für Küchen, Schränke und Treppen mit Ortsbezug, dazu ein Ratgeberartikel zu Preisen mit ehrlicher Orientierung. Die Seiten werden mit Fotos eigener Projekte ergänzt und im Google-Profil verlinkt.

Typische Fehler bei der Keyword-Recherche

Ein häufiger Fehler ist, nur die Begriffe zu wählen, die man selbst verwendet, nicht jene der Kunden. Fachwörter sind für Außenstehende oft unbekannt. Ein zweiter Fehler ist die Fixierung auf hohe Suchvolumen, obwohl diese Begriffe oft umkämpft sind und wenig Kaufabsicht haben. Ein dritter ist, Keywords wahllos auf Seiten zu verteilen, ohne Zuordnung.

Ebenfalls verbreitet: zu viele Begriffe in einen Text zu pressen. Der Text soll natürlich klingen und die Frage beantworten, nicht Schlagwörter wiederholen. Moderne Suchsysteme verstehen Zusammenhänge und Synonyme, siehe semantische Suche. Schreiben Sie für Menschen, und verwenden Sie die wichtigsten Begriffe an den passenden Stellen: im Titel, in der Überschrift und im ersten Absatz.

Erfolg der Recherche kontrollieren und nachjustieren

Nach einigen Wochen zeigt die Search Console, für welche Begriffe Ihre Seiten erscheinen. Vergleichen Sie diese Liste mit Ihrer Planung. Erscheinen Sie für Begriffe, die Sie nicht geplant hatten, ist das oft ein Hinweis auf weitere Chancen. Erscheinen Sie für Ihre Zielbegriffe nicht, prüfen Sie, ob die Seite die Suchabsicht wirklich trifft.

Passen Sie Seiten schrittweise an: Titel schärfen, Abschnitte ergänzen, interne Links setzen. Beobachten Sie, wie sich Positionen und Klicks verändern. Dieser Kreislauf aus Planen, Umsetzen und Messen macht Keyword-Recherche zu einem lebendigen Werkzeug statt zu einer einmaligen Tabelle. Mehr dazu im Artikel SEO-Checkliste.

Checkliste für Ihre Keyword-Recherche

  • Leistungen und Fragen aus Kundengesprächen gesammelt
  • Vorschläge von Google und „Ähnliche Fragen“ geprüft
  • Begriffe nach Suchabsicht sortiert
  • Regionale Varianten ergänzt
  • Ergebnisse der Suche auf Seitentyp und Wettbewerb geprüft
  • Jedem Begriff genau eine Seite zugeordnet
  • Redaktionsplan mit Terminen erstellt
  • Search Console zur Kontrolle eingerichtet

Wiederholen Sie die Recherche mindestens einmal im Jahr und bei jeder neuen Leistung. Suchverhalten verändert sich, und neue Begriffe tauchen auf, vor allem rund um neue Technologien und gesetzliche Änderungen. Wer die Liste pflegt, erkennt Chancen früher als Mitbewerber und kann Inhalte planen, bevor die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht.

Begriffe natürlich in Texte einbauen

Verwenden Sie den Hauptbegriff im Seitentitel, in der Hauptüberschrift und im ersten Absatz, und ergänzen Sie verwandte Begriffe dort, wo sie inhaltlich passen. Lesen Sie den Text laut: Klingt er wie von einem Menschen geschrieben, der das Thema kennt? Wenn nicht, formulieren Sie um. Suchmaschinen erkennen übertriebene Wiederholungen und bewerten sie schlecht.

Verwenden Sie Zwischenüberschriften, die Fragen aufgreifen, und beantworten Sie diese direkt im folgenden Absatz. Das hilft Lesern, schnell die passende Stelle zu finden, und erleichtert es Suchsystemen, Antworten zu extrahieren. Ergänzen Sie am Ende häufige Fragen als eigenen Abschnitt, wie es auch in diesem Magazin üblich ist, und verlinken Sie auf weiterführende Seiten.

Saisonale und aktuelle Themen berücksichtigen

Manche Begriffe werden nur zu bestimmten Zeiten gesucht. Wer saisonale Nachfrage kennt, kann Inhalte rechtzeitig vorbereiten. Das Google-Werkzeug Trends zeigt, wie sich das Interesse an Begriffen über das Jahr verteilt. Prüfen Sie wichtige Begriffe darauf und planen Sie Veröffentlichungen einige Wochen vor dem Anstieg.

Beobachten Sie außerdem aktuelle Themen Ihrer Branche, etwa neue Gesetze, Förderungen oder Technologien. Wenn viele Menschen plötzlich Fragen dazu haben, kann ein früh veröffentlichter, gut gemachter Beitrag über Monate Besucher bringen. Halten Sie solche Inhalte aktuell und kennzeichnen Sie Datum und Stand, damit Leser und Suchsysteme erkennen, wie verlässlich sie sind.

Schritt 5: Ergebnis prüfen und anpassen

Beobachten Sie in der Search Console, welche Begriffe Impressionen und Klicks bringen, und überarbeiten Sie Seiten mit viel Sichtbarkeit, aber wenig Klicks. Weitere schnelle Maßnahmen nennt die SEO-Checkliste.

Fazit und nächste Schritte

Keyword-Recherche ist die Grundlage jeder SEO-Arbeit, denn sie verbindet Ihr Angebot mit der Sprache Ihrer Kunden. Wer weiß, wonach gesucht wird und mit welcher Absicht, kann Seiten gezielt planen, statt auf gut Glück zu veröffentlichen. Das spart Zeit und erhöht die Chance auf relevante Anfragen.

Sammeln Sie Begriffe aus Kundengesprächen, ordnen Sie sie nach Suchabsicht und weisen Sie jedem wichtigen Begriff eine Seite zu. Prüfen Sie die Wirkung in der Search Console und justieren Sie nach. Bei der Planung einer Inhaltsstrategie für Ihr Unternehmen unterstützt Sie Ioan Drozd gerne.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich teure Tools für die Recherche?
Nicht zwingend. Google-Vorschläge, die Search Console und eigene Kundenfragen liefern bereits viele gute Ansätze.
Wie viele Keywords pro Seite?
Ein Hauptbegriff pro Seite, ergänzt um verwandte Begriffe, die natürlich im Text vorkommen.
Wie oft sollte ich die Recherche wiederholen?
Mindestens einmal pro Jahr und bei neuen Leistungen. Suchverhalten ändert sich laufend.
Zählt Suchvolumen oder Suchabsicht mehr?
Für Anfragen meist die Suchabsicht. Ein kleiner Begriff mit Kaufabsicht kann mehr bringen als ein großer ohne.
Ioan Drozd berät Unternehmen in St. Pölten zu SEO, Google Ads und KI-Suche

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